Datum: Wed 20, Nov 2002 12:29
Betreff: In June im November

Liebe Zuschauer an den heimischen Fernsehgeräten,
folgen Sie uns bitte kurz in die vielen Menschen unbekannten, abseits gelegenen und unkommerziell betriebenen Gefilde der fränkischen Pop und Rock-Szene.
So ähnlich könnte die Anmoderation lauten, die über Desi, Komm, wasweißichwas und o27 möglicherweise im Fernsecher kommt.

Naja, es wäre ein gaaanz kurzer Beitrag und dazu noch in diesem Regionalfenster auf RTL, was täglich weißnich so zwischen 7 und 8 abends nur über terrestrische Antenne, vielleicht Kabel (?) zu kriegen ist. Wer schaut schon sowas?

Danke jedenfalls an Keks, der das angeleiert hat und weit fitter is, als man so nem dahergelaufenen Straßenköterpunker zutraut. Never judge a Punk by it´s Camera.

Und die Presse war auch da. Um das Photoshooting zu gewährleisten, erklomm die erste Band die Bühne und spielte dann halt grad weiter. In June und Pluto 23 spielten an besagtem Tag auf, um die Menschen zu erfreuen.

Langhaarige Männchen und modisch gekleidete Mädchen füllten den Raum, ein gar seltsam Bild, welches aber gemäß einer nicht genannten Informantin angeblich in diesem Genre üblich wäre.

Melodischer gitarrenbetonter Rock mit hie und da einem Break, sowie gefühligem Gesang motivierte die rund 60 Zuschauer allerdings kaum, vor die Bühne zu kommen oder gar das Tanzbein zu schwingen.

Zu viel Vitamine, zu wenig Bier, sag ich mal.

Dank gehe diesmal an die sich teilweise langweilende Thekencrew, zu 100% bestehend aus den unscheinbaren, dennoch reizenden Cotton Candies.

Eine nicht mal so schlechte Beschreibung des Spektakels konnte man übrigens am Montag in der FN nachlesen, beschrieben von einem gewissen "Sir", ein Pseudonym, welches hier nicht gelüftet wird.

Schon gehts weiter:
Am kommenden Freitag gibts Blues satt.
Corner Valley Fire und Tschabobo Blues Band.
Erstere aus Eckental (spannt wer den Witz im Bandnamen...), zweitere wohlbekannt aus Fädd.

Am 29.11. gibts die Rocking Lafayettes, die wirklich stilvoll zauberhaften LoFi-Sound bieten, aber dazu mehr näxte Woche.

Euer sich aufopfernder Erzähler


Vorheriger Bericht Nächster Bericht